– eine Anleitung für ein tolles geteiltes Kinderzimmer

Es gibt viele Gründe, ein geteiltes Kinderzimmer bei sich zuhause zu haben.
Vielleicht möchten Sie ein Zimmer zum Spielen und ein anderes zum Schlafen. Vielleicht ist ein geteiltes Zimmer auch notwendig, weil Sie Platz benötigen. Manchmal wollen die Kinder aber auch nicht alleine schlafen und ein geteiltes Zimmer kann auch eine gute Möglichkeit darstellen, um den Kindern wichtige Alltagskompetenzen beizubringen.

Ein gemeinsames Zimmer zu haben kann Fluch und Segen zugleich sein. Es kann sich auch nach der natürlichsten Sache der Welt anfühlen. Ganz gleich, wie sich Ihre Kinder anfangs damit fühlen, sich ein Zimmer zu teilen, ist es wichtig sich zu überlegen, wie Sie Raum zum Spielen, für Hausaufgaben und Schlaf schaffen können – und Raum zum Alleine- und Zusammensein.

Wir haben einige Überlegungen gesammelt, die hilfreich sein können, wenn Sie gerade dabei sein oder es sich überlegen sollten, zwei Kinder in einem Kinderzimmer unterzubringen.

 

”Mir gefällt es, dass sie lernen Verantwortung für ihre eigenen und unsere gemeinsamen Sachen zu tragen”
– Annemette Voss, mutter von 3 kindern

 

Einmal zwei oder zweimal eins?

Als erstes sollten Sie sich überlegen, für wen Sie einrichten und dekorieren. Sind es zwei gesellige Schickimicki-Grünschnäbel oder ein schüchterner Technik-Liebhaber und ein aufgeschlossener Abenteurer? Das Zimmer muss in der Lage sein, zwei – vielleicht unterschiedliche – Persönlichkeiten zu beherbergen.

Schauen Sie sich Ihre Kinder an und deren individuelle und gemeinsamen Bedürfnisse. Behalten Sie diese im Hinterkopf beim Einrichten. Die Raumaufteilung muss dabei nicht unbedingt gleich sein – trotzdem fair – wenn beispielsweise ein Kind eh lieber im Wohnzimmer spielt.

Wenn ein Kind es vorzieht, seine Zeit mit Bücherlesen oder mit Tablet-Spielen zu verbringen und das andere Kind sich mit Bauklötzen gern auf dem ganzen Boden ausbreitet, kann es eine gute Möglichkeit sein, das Zimmer 20:80 oder 30:70 aufzuteilen. Falls Sie zwei Kinder haben, die sich gerne verkleiden wäre ein gemeinsamer Kleiderschrank womöglich eine Lösung. Die Kombination aus High-Tech-Liebhaber und Bücherwurm kann eine 50:50-Lösung finden mit einem individuellen Leseplatz für beide. Letztendlich, wenn Sie zwei gesellige Weltraumingenieure habe, kann die ideale Lösung ein gemeinsamer Arbeitsplatz mit viel Platz für Erfindungen und der Erforschung des Universums sein.

Kurz gesagt: Schauen Sie sich Ihre Kinder an, ihre individuellen und gemeinsamen Bedürfnisse – und gestalten Sie dementsprechend das Zimmer. Das Zimmer muss nicht unbedingt gleich aufgeteilt sein, wenn eines Ihrer Kinder sowieso kaum Zeit darin verbringt. Es ist jedoch wichtig, dass die Raumaufteilung fair ist. Eine tolle Möglichkeit, Streit zu vermeiden, kann darin liegen mit Ihren Kindern darüber zu sprechen, warum jetzt der eine mehr Platz als der andere bekommt, vorausgesetzt Ihre Kinder sind alt genug dies zu verstehen.

Der Raum muss passen

Platz wird immer ein Thema sein, wenn sich zwei Leute ein Zimmer teilen müssen. Kinder verbringen viel mehr Zeit in ihrem Zimmer als Erwachsene es in jedem anderen Raum des Hauses tun. Ein Kinderzimmer muss viele verschiedene Aktivitäten unterbringen können, z.B. Spielen, Hausaufgaben machen, Rumhängen, ein Karaoke-Wettbewerb oder Schlafen. Und da kein Kind wie das andere ist, ist es umso wichtiger, dass ein geteiltes Zimmer all diese Aktivitäten umfassen kann – mal zwei. Viele machen eine gute Erfahrung mit gemeinsamen ‚Stationen‘ im Raum – z.B. ein großer Schreibtisch, an dem die Kinder nebeneinander sitzen können beim Malen oder Hausaufgabenmachen.

Bevor Sie sich daranmachen, das gemeinsame Zimmer einzurichten, ist es wichtig, dass die Unternehmung geplant und auch unkonventionell dabei gedacht wird. Wenn Sie sich eine Übersicht über das Zimmer und welche Bedürfnisse es befriedigen muss verschaffen, können Sie besser entscheiden, welches Zimmer das perfekte für ein gemeinsames Zimmer ist und auch, wie Sie es einrichten sollten.

Eine einfache Möglichkeit mehr Platz zu schaffen ist, den Kindern das größte Zimmer des Hauses zu geben. Vielleicht bedeutet dies, ihnen das Elternschlafzimmer zu überlassen. Das mag weithergeholt klingen, aber da Erwachsene das Schlafzimmer nur zum Schlafen nutzen, brauchen sie nicht so viel Platz wie zwei Kinder und deren Spielsachen.

 

„Viele Familien suchen sich automatisch das größte Zimmer als Elternschlafzimmer aus – vor allem, wenn es ein eignes Badezimmer hat. Das ist natürlich ein toller Luxus – jedoch stellen Sie sich vor, wenn Sie dieses Zimmer Ihren Kindern zum Teilen geben würden. Vielleicht lägen dann nachher deutlich weniger Spielsachen im Haus herum.“
– Sine Grenaa, Mutter von zwei Kindern

 

Effiziente Möbel

Wenn Platz knapp sein sollte, richten Sie besser effizient ein und nutzen jeden Quadratzentimeter im Zimmer. Effizient Einrichten kann man mit multifunktionellen Möbeln, zum Beispiel einer Bank mit Stauraum. Auch einklappbare Möbel oder Möbel, die versteckt werden können eignen sich gut, um kostbaren Platz zum Spielen zu gewinnen.

Das Bett ist eines der größten Gegenstände in einem Schlafzimmer und nimmt daher den meisten Platz ein. Um dem entgegenzuwirken, lohnt es sich Bettenlösungen in Betracht zu ziehen, die darauf ausgerichtet sind, mehr Bodenfläche zu schaffen. Eine beliebte Lösung ist es, ein Bett mit zusätzlicher Höhe und Platz darunter auszuwählen für mehr Spielfläche, zum Höhlenbauen oder für eine kleine Werkstatt. Eine Alternative dazu wäre ein Etagenbett, das Ihnen zwei Betten auf derselben Fläche gibt wie ein reguläres Bett.

Ein weiterer Trick ist es, Betten mit einer kleineren Matratzengröße auszusuchen, die folglich weniger Bodenfläche beanspruchen. Betten in einer Größe von 70×160 cm sind perfekt, da sie geräumig genug sind, damit Ihr Kind wachsen kann. Für einen zusätzlichen Effekt kann die kleinere Matratzengröße mit einem höheren Bett oder einem Etagenbett kombiniert werden.

Betten können auch platzeffizient sein, was praktisch ist, wenn man zwei davon benötigt. Halbhohe, hohe oder Etagenbetten bieten entweder zusätzliche Spielfläche oder Platz für ein weiteres Geschwister. Juniorbetten stellen ebenfalls eine gute Option da mit ihren kleineren Maßen von 70×160 cm. Sie erlauben mehr Bodenfläche als ein normalgroßes Bett und können auch in höheren Versionen gefunden werden.

Bei effizientem Einrichten geht es auch um vertikalen Stauraum. Regale, Bücherschränke und Raumteiler eignen sich sehr gut, um den Platz nach oben optimal als essenziellen Stauraum für Spielsachen und andere wichtige Dinge zu nutzen. Alternativ können Sie sehen, ob Sie die Kleidung der Kinder in einem anderen Raum unterbringen können, zum Beispiel im Wohnzimmer oder im Elternschlafzimmer. Dies wird Ihnen wertvollen Platz im Kinderzimmer sparen, da Sie keinen Platz für einen Schrank mehr mit einbeziehen müssen.

Sollten Sie nach weiterer Inspiration suchen, wie Sie jeden Quadratmeter optimal nutzen können, können Sie unseren Ratgeber lesen, wie man tolle Kinderzimmer auf kleiner Fläche einrichtet. Klicken Sie hier, um den Ratgeber zu lesen. Sie können auch unser Pinterest-Board besuchen, auf dem wir Ideen teilen, wie man viele verschiedene Kinderzimmer dekorieren kann – unter anderem auch ein gemeinsames Zimmer.

Was ist dein, mein und unseres?

In einem gemeinsamen Zimmer ist es oft von Vorteil klarzustellen, wem was gehört. Sie können schnell Geheule und Geschrei erleben, wenn beide Kinder davon überzeugt sind, dasselbe Spielzeug zu besitzen. Eine klare Aufteilung wird die Fähigkeit Ihrer Kinder verbessern zu teilen. Eine gute Möglichkeit dies zu tun, ist es die Spielsachen in farbigen Aufbewahrungseinheiten zu sortieren. Lassen Sie die Kinder Ihre eigene Farbe aussuchen, um es für sie einfacher zu machen zu sehen, wer Priorität hat beim Spielen mit unterschiedlichen Spielsachen.

Diese Methode ist nützlich für Spielsachen und anderen Kram, aber es ist auch eine effiziente Methode beim Gestalten des Raums selbst. Verwenden Sie verschiedene Farben an der Wand, auf Möbeln oder Accessoires um klarzustellen, dass dies Emmas Leseplatz oder Lukas‘ Bau-Tisch ist. Dies erschafft ‚Zimmer im Zimmer‘ und hilft den Kindern zu zeigen, wenn sie zusammen spielen wollen oder wenn sie eher allein gelassen werden möchten.

 

„Sie können Konflikte nicht durch Einrichten allein vermeiden. Streitereien werden sowieso passieren, beispielsweise, wenn ein Kind einen Freund zu Besuch hat oder wenn sie unsicher sind über die Aufteilung, was mein und was dein ist. Wenn Sie jedoch bestimmte Bereiche für jedes Kind einrichten, denke ich, dass Sie recht weit kommen, was die Konfliktvermeidung angeht.“
– Sine Grenaa, Mutter von zwei Kindern.

 

Wenn Sie viel Bodenfläche haben, Ihnen jedoch die Wände fehlen, können Sie auch den Raum mit einem großen Bücherregal oder einem Schrank teilen. Auf diese Weise können Sie das Gefühl erschaffen, fast ein eigenes Zimmer zu haben und es hilft Ihnen auch dabei, die persönlichen Sachen der Kinder auseinander zu halten.

Wir empfehlen, dass Sie einen Bereich gestalten für Gesellschaft. Auf diese Weise haben die Kinder einen Ort, zu dem sie sich gegenseitig einladen können, miteinander zu reden oder zu spielen. Das kann durch einen gemeinsamen Tisch in neutralen Farben erfolgen oder indem man sich von den gemeinsamen Aktivitäten der Kinder inspirieren lässt, wie mit Bauklötzen spielen oder sich zu verkleiden.

„Geh weg, Jonas!“

Kinder können Privatsphäre genauso sehr benötigen wie Erwachsene und ganz gewiss kann dies zu einer Herausforderung werden beim Gestalten eines gemeinsamen Zimmers. Aber keine Angst – es ist möglich!

Neben den bereits beschriebenen ‚bestimmten Bereichen‘ können Sie auch persönlichen Raum im Bett oder unter einem hohen oder halbhohen Bett erschaffen. Verwenden Sie einen Vorhang, um einen kleinen Raum innerhalb des Zimmers zu kreieren. Dies ist eine offensichtliche Aufteilung und eine tolle Möglichkeit für Ihre Kinder zu zeigen, wenn sie eine Auszeit von ihrem Geschwister brauchen.

 

„Sie haben ihren eigenen Baldachin über ihren Betten. Nachts, wenn sie von einander genug haben, können sie diesen benutzen, um ihren eigenen kleinen Raum zu schaffen“
– Annemette Voss, Mutter von drei Kindern.

 

Leider wird Dekorieren und Einrichten nicht alle Probleme und Konflikte lösen. Daher müssen Sie die Kinder eventuell in verschiedenen Zimmern trennen. Der kleine Bruder kann Zeit zu Spielen im Wohnzimmer benötigen, während die große Schwester im Zimmer liest.

Konflikte sind jedoch ein natürlicher und gesunder Teil davon Geschwister zu sein. Wenn Ihre Kinder ein Zimmer teilen, haben sie keine andere Option als den Konflikt zu lösen. Dies kann Ihre Kinder lehren, die Bedürfnisse anderer zu sehen und zu respektieren, ihren Besitz und ihre Privatsphäre. Viele Erwachsene sind sich dessen bewusst, aber das Bedürfnis nach Privatsphäre variiert von Mensch zu Mensch und je früher Ihre Kinder dies lernen, desto einfacher wird es für sie sein mit verschiedenen Typen an Kindern und Erwachsenen zusammen zu sein.

Unterschiedlich im Alter – aber nicht im Zimmer

Ein Altersunterschied kann sich manchmal als Herausforderung herausstellen, aber es muss keiner sein. Viele glauben, dass es zwei primäre Faktoren gibt bei Problemen, die den Altersunterschied betreffen: Wie kurz davor die Kinder stehen, Teenager zu sein und wie viele Jahre sie auseinander sind.

Kleineren Kindern fällt es leichter sich ein Zimmer zu teilen, da sie noch nicht das Alter erreicht haben, in dem sie anfangen reifer zu werden und ein stärkeres Bedürfnis nach Individualität und Privatsphäre zu haben. Je älter die Kinder sind, desto schwieriger wird es, dass es reibungslos funktioniert. Dasselbe gilt für das Geschlecht der Kinder: je älter sie werden, desto schwieriger wird es, das Zimmer mit Geschwistern des anderen Geschlechts zu teilen. Die Faustregel scheint zu sein, dass Kinder unter neun Jahren weniger Probleme damit haben sich ein Zimmer zu teilen.

„Ich würde sagen, dass Kinder eine gute Zeit damit haben können, sich ein Zimmer zu teilen, solange der Altersunterschied kleiner als 3-5 Jahre ist. Ich würde nie einen Vierjährigen in ein Zimmer mit einem Zehnjährigen stecken“ – Sine Grenaa, Mutter von zwei Kindern.

Ein vorteilhaftes Zimmer

Ein gemeinsames Zimmer ist nicht unbedingt eine endlose Reihe an Herausforderungen und Zankereien. Es gibt auch viele Vorteile seinen Bruder oder Schwester nahe bei sich zu haben.

Zu allererst kann sich ein großer Raum noch viel größer anfühlen, wenn man selbst etwas klein ist und vor allem kleine Kinder können Komfort darin finden, wenn ein Geschwister mit im selben Raum schläft. Mit ein bisschen Übung können die Kinder lernen ruhig zu schlafen, obwohl eine weitere Person sich bewegt oder Licht im Zimmer ist. Dies erweist sich im späteren Leben als praktisch. Und man hat auch immer einen Spielkameraden bei sich.

Die Kinder werden immer einen Spielkameraden in der Nähe haben und dies wird sie dazu ermutigen, zu lernen miteinander zu spielen. Dies ist ein toller Vorteil beispielsweise an Samstagmorgen, wenn Mama und Papa noch ein wenig ausschlafen möchten.

Mit einem gemeinsamen Zimmer lernen Ihre Kinder auch früher Kompromisse einzugehen und ihre Sachen zu teilen. Denn wenn man ein Zimmer teilt, muss man seine Sachen teilen können und lernen, dass man nicht immer seinen Kopf durchsetzen kann. Und wenn Ihre Kinder die Kunst des Teilens meistern, werden sie vielleicht nicht so viele Spielsachen brauchen.

Das gemeinsame Zimmer ist eine tolle Möglichkeit, Ihren Kindern soziale Kompetenzen und wichtige Charakterzüge beizubringen. Daher empfehlen wir, dass Sie sich zumindest überlegen, ein gemeinsames Zimmer zu haben, auch wenn Platz kein ausschlaggebendes Argument hierfür sein sollte.

Unsere 5 besten Tipps für ein gemeinsames Zimmer
  • Respektieren Sie die persönlichen Bedürfnisse Ihrer Kinder beim Einrichten. Oftmals haben Sie nicht den Platz für unnötige Möbel.
  • Erschaffen Sie Orte, an denen die Kinder sich zurückziehen können, aber auch an denen sie gesellig sein können.
  • Eine klare Aufteilung der Spielsachen oder des Raums führt zu weniger Missverständnissen, was das Eigentumsverhältnis angeht.
  • Entscheiden Sie, ob die Kleider oder Spielsachen der Kinder in einem anderen Raum untergebracht werden können.
  • Probieren Sie ein gemeinsames Zimmer für eine Weile aus, auch wenn Sie nicht unbedingt müssen. Es könnte toll sein!

 

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