Wir brauchen Ihnen nicht zu erzählen, dass Schlaf wichtig ist. Als Eltern haben Sie bestimmt bereits Erfahrung mit Zeiten des konstanten Schlafmangels gemacht und all den Unannehmlichkeiten, die dieser mit sich bringt.

Aber was passiert im Körper, während wir schlafen? Und wieso ist Schlaf so wichtig für uns? In diesem Artikel finden Sie all die Antworten darauf!

Warum ist Schlaf so wichtig?

Wenn Sie erholt und bereit für einen neuen Tag aufwachen, bedeutet das, dass der Körper und das Gehirn besser für einen Tag voller Erlebnisse, Entscheidungen und Herausforderungen gewappnet sind. Der Grund, warum Sie sich so fühlen ist, weil der Körper alles Notwendige während der Nacht erledigen konnte. Während Sie schlafen, arbeitet der Körper an den Vorbereitungen für den kommenden Tag.

Schlaf kann in vier Phasen eingeteilt werden, durch welche Sie während der Nacht gehen: Die Einschlafphase, die Leichtschlafphase, die Tiefschlafphase und die REM-Schlafphase.

Wenn Sie erfrischt aufwachen, bedeutet dies, dass der Körper mindestens einmal durch jede Schlafphase gegangen ist in einem durchgehenden Schlaf. Sie können nicht bestimmen, wann Sie welche Phase antreten, aber es gibt gute Neuigkeiten für müde Eltern: Wenn Sie erschöpft sind, nutzt der Körper die verschiedenen Phasen effizienter, was Ihnen dabei hilft mit weniger Schlaf als sonst auszukommen.

Eine Schlafphase dauert zwischen 90 und 110 Minuten an. Die Phasen sind für Kinder und Erwachsene gleich, jedoch hängt die Dauer einer Phase vom Alter ab.

Phase 1 – Die Einschlafphase

Die Einschlafphase ist ein Übergang zwischen wach und schlafend. In dieser Phase kommt der Körper zur Ruhe und bereitet sich auf die nächste Phase vor. Die Muskeln entspannen sich und die Gehirnwellen werden weniger aktiv. Manchmal können Sie auch ein Muskelzucken verspüren. Das ist ganz natürlich und tritt vermutlich auf, da der Körper nicht immer den Übergang zwischen Muskelanspannung und Entspannung kontrollieren kann.

Die Einschlafphase ist die kürzeste und dauert zwischen 5 und 10 Minuten an.

Phase 2 – die Leichtschlafphase

Diese Phase könnte als zweiter Teil der ersten Phase beschrieben werden, da Sie immer noch in der Einschlafphase sind und relativ einfach aufwachen können. Der Körper entspannt sich weiter. Das kann vor allem an Ihren Gehirnwellen gesehen werden, da diese langsamer und weicher in ihren Bewegungen werden. Zuletzt verlieren Sie das Bewusstsein. Erwachsene verbringen etwa die Hälfte ihres Schlafes in dieser Phase. Kinder hingegen deutlich weniger, jedoch wird es mit steigendem Alter mehr.

Phase 3 – die Tiefschlafphase

Wenn Sie jemals aus dem Tiefschlaf gerissen wurden, kennen Sie vermutlich diesen taumeligen und verwirrten Zustand. Das Gehirn kann bis zu dreißig Minuten auf halber Leistung verbringen bis es vollständig aufgewacht ist.

In der Tiefschlafphase passiert das meiste mit Ihrem Körper. Er erneuert Haut, Haare, Nägel und Zellen, stärkt Ihr Immunsystem, reguliert den Stoffwechsel und repariert Schäden. Kinder produzieren dabei auch Wachstumshormone, die sicherstellen, dass der Körper wächst und sich entwickelt.

Während dieser Phase kann auch ins Bett gemacht oder geschlafwandelt werden.

Phase 4 – die REM-Schlafphase

Der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) ist die Phase, in der das Gehirn Erlebtes und Gelerntes verarbeitet. Das Gehirn ist dabei sehr aktiv und blendet die Signale der Muskeln aus. Die einzige Bewegung ist das Vor- und Zurückbewegen der Augen hinter den Lidern. Kinder erleben REM-Schlaf ab dem 7. Lebensmonat.

Während der REM-Schlafphase speichert das Gehirn alles ab, das während das Tages erlebt und gelernt wurde. Es verschiebt alles aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis. Diese ist eine wichtige Phase, da sie Ihrem Kind dabei hilft, konstant seine motorischen Fähigkeiten zu verbessern, Beziehungen mit ihrer Umgebung aufzubauen, Oma und Opa zu erkennen und vieles, vieles mehr.

Wir träumen in dieser Phase, aber wir wachen auch schnell auf. Deshalb können Sie mitten in einem Traum aufwachen.

Da wir im REM-Schlaf unser Erlerntes verarbeiten, kann dies als Erklärung dienen, warum Kinder so viel Schlaf brauchen, da sie eine sehr steile Lernkurve für sämtliche Fähigkeiten in einer kurzen Zeit durchlaufen müssen. Ein Erwachsener verbringt circa 20-25% der Nacht in der REM-Phase, aber schläft viel weniger als ein Kind. Ein Kind kann bis zu 50% in der REM-Phase verbringen. Das Bedürfnis an REM-Schlaf wird während des ersten Lebensjahrs weniger, aber die 25% werden nicht bis zum Erwachsenenalter erreicht.

Quelle: videnskab.dk, sundhedsplejersken.dk, sundhed.dk.

Der Schlafbedarf Ihres Kindes

Kinder haben unterschiedlichen Schlafbedarf, je nach Alter. Vor allem während des ersten Lebensjahres werden sie einen großen Bedarf an Schlaf haben. Diese Stunden als Richtlinie dienen und Nachtschlaf und Mittagsschläfchen mit einbeziehen.

Alter Benötiger Schlaf
1-4 Wochen 15-18 Stunden
1-12 Monate 14-15 Stunden
1-3 Jahre 12-14 Stunden
3-6 Jahre 10-15 Stunden
7-12 Jahre 9-11 Stunden

Quelle: sundshedsplejersken.dk

Unsere 5 besten Tipps, wie man für einen guten Schlaf sorgt

  1. Das Bett zum Schlafen einrichten. Das kann eine ganz schöne Herausforderung sein, da das Bett gemütlich und toll sein sollte, ohne dabei zu aufregend zu sein. Platzieren Sie Spielzeug so, dass es vom Bett aus nicht erreichbar ist.
  2. Luftqualität und Temperatur. Lüften Sie das Zimmer vor dem Zubettgehen und versuchen Sie eine Raumtemperatur zwischen 15 und 22 Grad zu erreichen. Verdunkeln Sie das Zimmer oder verwenden Sie nur eine gedimmte Lichtquelle.
  3. Machen Sie die Abende „langweilig“. Versuchen Sie, die Stunden vor der Schlafenszeit etwas „langweilig“ zu gestalten, indem Sie wilde Spiele mit ruhigeren, entspannteren Aktivitäten wie Vorlesen, Malen, oder Kuscheln ersetzen. Wenn das Kind einen Adrenalinrausch vor dem Schlafengehen bekommt, kann es schwierig werden einzuschlafen.
  4. Finden Sie die perfekte Routine. Sie haben bestimmt bereits davon gehört – doch ist es wichtig einen festen Ablauf zu finden. Weniger wichtig ist jedoch die Reihenfolge – ob der Schlafanzug vor oder nach dem Zähneputzen angezogen wird. Dabei müssen Sie herausfinden, was am besten für Sie ist. Die Routine sollte für alle Beteiligten entspannt sein.
  5. Machen Sie das Aufwachen angenehm. Auch der beste Schlaf kann durch unangenehmes Wecken gestört werden. Versuchen Sie einen guten Ablauf zu finden, um Ihr Kind zu wecken, da es dazu beitragen wird, Ihren Morgen angenehmer zu machen. Hierbei gibt es nicht die eine Lösung – gehen Sie auf die Bedürfnisse Ihres Kindes ein.

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